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Was uns so auffällt....

Nun, das enorme Wissen, was wir im Laufe der letzten Jahre erreicht haben, scheint derart umfangreich und verwirrend, dass sich viele Erkenntnisse verselbständigen und als Pseudowissen rasch verbreiten. Dazu hat natürlich das Internetz den größten Teil beigetragen. Es wird oberflächlich vermeintliches Wissen weitergegeben.

So bemüht sich jeder Anfänger heutzutage bereits für seinen Erstbesatz mit Keniabäumchen und Scheibenanemone Wasserwerte zu erreichen, die einer Steinkorallenhaltung gleich kommen. Nicht das das zu verurteilen wäre, nein, aber der Anfänger glaubt ernsthaft, dass das so notwendig sei.

Da wird nach 8 Wochen "Einfahrzeit" noch  mit dem Besatz gewartet, da die Calziumwerte noch nicht 420 mg ereicht haben und noch immer 0,18mg Po4 nachgewiesen wird.....u. äh.

Schon von Anfang an werden Spurenelemente, Bacs und sonstige Mittelchen unnötigerweise dazugekippt. Dabei ist das dem Kenia - bäumchen und dem Einsiedlerkrebs fürchterlich egal, und ob nun die Calziumwerte stimmen oder noch n bischen Nitrat nachzuweisen ist.......

Bei den dann später Erfahrenen Aquarianern macht  dann das Gerücht dem Umlauf, dass eine farbenfrohe Steinkorallenhaltung nur mit zeolith-artigen Systemen erzielt werden kann. Auch das gehört in das Reich der Märchen und Fabeln. Wir haben in unserem Geschäft  dann das Problem, den Kunden glaubhaft erklären zu müssen, dass wir noch nie Mittelchen aus dieser Schiene eingesetzt haben.

Ausser den üblichen, einfachen Spurenelementen - die wir auch als eigene Mischung anbieten - verwenden wir auch solche mit den Bezeichnungen a b c oder 1 2 3 etc.

Ganz ohne kommt man tatsächlich nicht aus, allerdings scheint der Markt z. Z. zu explodieren und die Anzahl der fantsievollen Bezeichnungen der Mittelchen nimmt kein Ende.

Die Preise dafür sind enorm und wenn ein bodenständiger Aquarianer dies mal in Foren anspricht, kommt sofort von Benutzern der Hinweis von enormen Entwicklungskosten  und Kosten für weitreichende Tests, die wohl dann das Produkt so teuer werden lassen müssen.

Der Hersteller ist dankbar für diese Schützenhilfe, so kann er weiterhin Mittelchen, deren Plastikbehältniss teurer ist als der Inhalt, zu einem vielfachen Preis weiter wie geschnitten Brot verkaufen.

Wenn der Korallen -oder Fischezüchter aber mal n Euro mehr für sein Tier haben möchte, wird sofort von überzogenen Preisen gesprochen. Gesunde Tiere - selbstverständlich - aber bitte geschenkt!

Die handwerkliche, aufwendige Arbeit hat keine Lobby in der Aquarianerschaft. Nur Wundermittel bringen haufenweise Umsatz.

Das war schon in mittelalterlichen Zeiten so.

Sollte dann aufgrund der unzähligen Wasserzusätze, Ad- und Absorber etc.  die Biologie der Beckens aus dem Ruder laufen, wird dessen langsame Vergiftung nicht an den Mittelchen festgemacht - nein, mal fragt sich ob evtl. das verwendete Osmosewaser mit nachgeschaltetem Harzfilter evtl. nicht doch n bischen von irgendwas durchgelassen hat und es nun zur Anreicherung von xyz gekommen ist und welches Bacszeugs man verwenden muss, um das Becken wieder zum Laufen zu bringen.

Hinweise, mal den Kram wegzulassen und mittels kräftiger Wasserwechsel und Geduld wieder alles ins Lot zu bringen, werden geflissentlich ignoriert.  Das wäre ja auch zu einfach.

Selbst wenn Laboruntersuchungen den 1000 fachen Wert des natürlichen Wertes eines verwendetens Spurenelements nachweisen, wird ein evtl. Zusammenhang zwischen Elementezugabe und Ursache geflissentlich nicht in Verbindung gebracht.

Da muss der Pfleger wohl insgesamt was falsch machen.....

Um aus Korallen den letzten Schliff Farbigkeit herauszuquetschen werden Hebri-/Pestizide oder Kupferzusätze als der "natürliche Weg" eingesetzt und so unsere Pfleglinge in einem ständigen Vergiftungszustand gehalten. Der sprichwörtliche Tropfen zuviel bedeutet dann den Tod der Koralle und der Pfleger hat natürlich wieder mal was falsch gemacht - den Trofen zuviel dosiert - schade auch - Pech gehabt.

Was nimmt eigentlich der Pfleger über seine Hautoberfläche von den Mittelchen im Laufe der Jahre auf - diese Frage stellt sich    u. E. unbedingt. Und was sagt die Fischgesellschaft dazu?

 

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